COLOGNE FALCONS 2006 - GFL!
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Unglückliche Niederlage

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Am Sonntag verloren die Falcons II mit 19:20 äußerst knapp gegen die Münster Mammuts. Bis in die letzten Sekunden hinein wurde den Zuschauern auf der Ostkampfbahn bei bestem Sommerwetter ein faires und spannendes Spiel geboten.

 

Es schien alles wie gehabt: Köln gewinnt den Coin Toss, empfängt den Ball und punktet im ersten Drive. (Touchdown von David „Israel“ Frigerio / PAT Björn „Bohne“ Clausen) Danach kommt die Defense der Domstädter auf den Platz. Diese ist zwar hoch motiviert, aber auch unkonzentriert. Nach einem langen Drive der Münsteraner und einiger individueller Fehler steht es 7:7 unentschieden.

 

Dauerte es im Spiel vor zwei Wochen noch bis zur Halbzeit, bevor die Kölner Verteidigung zu Hochtouren auflief, so bedurfte es dieses Mal nur eines Touchdowns der Mammuts, starker Worte des Defensive Coordinator und einiger Umstellungen. Und so kam – nachdem die Kölner das Angriffsrecht ohne Punkte abgegeben hatten – nicht nur eine anders aufgestellte, sondern auch eine anders eingestellte Falcons Defense auf das Spielfeld.

 

Eine Defense, die den Kölnern die nächsten Punkte bringen sollte. Nach einem Fumble der Gäste reagierte Linebacker Fabian Dürscheid am schnellsten und trug den Ball zurück in die gegnerische Endzone. Nach einem geblockten Extrapunktversuch führten die Falcons mit 13:7. Zwar schafften die Münster Mammuts  mit ihrer Offense noch den Ausgleich zum 13:13. Im Folgenden wurde das Spiel jedoch hauptsächlich von den Verteidigungsreihen beider Teams dominiert. Ein um das andere Mal stoppten die Falcons die Mammuts beim vierten Versuch. Mit  drei recoverten Fumbles und einer Interception im vierten Quarter konnten die Männer von Defensive Coordinator Ward Love den Westfalen insgesamt vier Mal das Angriffsrecht entreißen. Einen besonders guten Eindruck hinterließen dabei die Linebacker Fabian Dürscheid und Leif Schmiedel.

 

Doch auch die Abwehr der Mammuts war gut aufgelegt und machte dem Kölner Angriff das Leben schwer. Zwar brachten sowohl das Passspiel als auch das Laufspiel den Domstädtern immer wieder neue vier Versuche; aber im entscheidenden Moment fehlte dann das Glück oder man brachte sich selbst mit Strafen um den gerechten Lohn. Nur noch einmal fanden die Falken den Weg in die gegnerische Endzone. David Frigerio legte den Ball nach einem schönen Lauf zur zwischenzeitlichen 19:13 Führung ab (PAT geblockt), nachdem sich auch sein Backup Akin Kocadede durch die Mammuts Defense „getankt“ hatte. Geebnet wurden diese Yards von einer Offensive Line, für die Head Coach James Jenkins später lobende Worte fand: „Die meisten Liner haben Offense und Defense gespielt und einen echt guten Job gemacht!“ Vielleicht war es diese Doppelbelastung, die den Falcons in den entscheidenden Momenten die Spritzigkeit raubte.

 

Ihre Führung konnten die Falcons leider nicht mehr erhöhen. Da auch die eigene Defense die Angriffsbemühungen der Mammuts immer wieder stoppte, schien es wie im letzten Spiel auf einen knappen Sieg hinauszulaufen. Doch es kam anders:  Nach drei Versuchen ohne ein neues First Down  erreicht zu haben mussten die Falcons tief aus der eigenen Hälfte punten. In der eigenen Endzone stark unter Druck stehend kickte Punter Björn Clausen den Ball zwar noch bis an die eigene 40 Yards Linie, doch der Ball wurde vom Mammuts Returner aufgenommen und umgehend in die Endzone zurückgetragen. Da die Münsteraner den Extrapunkt verwandelten, führten diese jetzt mit 20:19. Zwar blieben den Kölnern jetzt noch gut zwei Minuten, um das Ergebnis wieder zu drehen, und sie marschierten Richtung Mammuts Endzone – doch dann fehlten wieder einmal nur Zentimeter. Und so kamen die Münsteraner noch einmal aufs Feld. Nachdem sie ein neues First Down erreicht hatten, konnten sie die Uhr ablaufen lassen.

 

Freude bei den einen, Trauer bei den anderen. Natürlich kann man die Niederlage nicht an einer Aktion festmachen. Aber in der Summe waren es die verpassten Chancen auf Seiten der Kölner, die das Spiel entschieden. Begünstigt waren diese Abschlussprobleme auch durch das verletzungsbedingte Fehlen einiger Stammspieler.

 

Head Coach James Jenkins wird jetzt im Training mit seiner Mannschaft vor allem am Abschluss arbeiten. Sowohl Defense als auch Offense müssen einfach noch „abgebrühter“ und routinierter werden. Jenkins forderte noch auf dem Platz seine Spieler dazu auf, jetzt den Kopf nicht in den Sand zu stecken.

 

In drei Wochen heißt es dann wieder „Gas geben“. Dann spielen die Falcons II bei den Gelsenkirchen Devils.

Köln, 03.06.2009

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